00:00:13: Friseurfreund.witz Der Wissenspodcast für Beautyunternehmerinnen und Beautyunternehmere.
00:00:22: Jede Episode ist ein kostenfreies Audio Seminar, das dich dabei unterstützt mehr finanziellen Spielraum in deinem Unternehmen aufzubauen.
00:00:31: Schön dass du rein hörst Ihr Lieben.
00:00:39: In dieser Episode wird es tiefgründig Und Es geht um eine Herzensangelegenheit vom Friseurefreund Nämlich die Branche auch von Freudehänden zwängen weitestgehend zu befreien.
00:00:51: In dieser Episode geht es um Gesundheit und es geht darum, warum so viele Menschen Friseure die Branche verlassen.
00:00:59: Meine Gäste Daniela Dammann hat einen Postverfass der sehr oft geliked und weitergeleitet wurde und in diesem Post ging's eben um viele Schmerzpunkte der Friseur.
00:01:10: Um Gesundheit, um die Kultur an der Branche aufrecht erhalten, die uns eigentlich nicht gut tun und auch unsere Branche allgemein wirtschaftlich nicht gut.
00:01:22: Diese Episode ist glaube ich für alle.
00:01:23: Ich hoffe sie wird ganz oft geteilt denn sie bringt uns einem Thema nach was vielleicht jeden auch schon mal betroffen hat.
00:01:32: Ich wünsche euch bei dieser Episode viel tiefsinnige Freude!
00:01:43: Doch erstmal noch etwas ganz Wichtiges für unsere gesamte Friseurbranche.
00:01:48: Ihr Lieben das AGG gilt das allgemeine Gleichstellungsgesetz, was sagt dass wir in den Salons Unisexpreise haben sollen.
00:01:58: Nun habt ihr euch sicherlich schon bei KI und Google und vielleicht auch bei Instagram informiert und habt schon vielleicht eine Idee wie so ein Unisext-Preiskonzept aufgebaut sein könnte.
00:02:07: aber ihr habt auch gemerkt ,dass das Wissen gar nicht das Problem ist sondern die Umsetzung.
00:02:13: Wie komme ich denn von meinem alten Preiskonzept, was unterteilt sind Damen und Herren?
00:02:18: In dieses neue unisextreist Konzept ohne extreme Preissprünge auszulösen, ohne so viele Kunden zu verlieren und ohne diese Ängste in Irritation auszulesen.
00:02:28: Wenn ihr wissen wollt wie diese Umsetzung gelingt dann wendet euch an erfahrene Menschen und in dem Fall an uns die Friseurfreunde.
00:02:36: Tobias Klump und ich haben für Euch ein Webinar vorbereitet und in diesem Webinar erfahrt Ihr wie eben diese Umstellung gelingt.
00:02:45: Den Link zur Anmeldung findet Ihr in den Schonots.
00:02:48: Und jetzt viel Freude!
00:02:50: bei dieser Episode.
00:03:30: von uns allen alles vor Ort und manchmal zu wenig zurückgibt.
00:03:36: Diese Podcast-Episode heute ist für mich eine Herzensangelegenheit, draufgekommen bin ich weil ich ein Posting gesehen habe von meiner Gästein von Daniela Dammann.
00:03:47: sie ist Grünschnitt Naturfrosseur Inhaberin und hat einen Post gemacht eben über genau dieses Thema dass der Friseurberuf ganz schön aussaugend sein kann.
00:03:58: Und dieser Post hatte tausend neunhundert Likes über sechshundert Kommentare und wurde zweitausend Mal weitergeleitet.
00:04:06: Ich empfinde das als viel, wenn es eigentlich ein eher ehrlicher fast schon düsterer Post war!
00:04:15: Ich freue mich sehr, mich heute mit Daniela darüber austauschen zu können.
00:04:18: Denn sie hat nicht nur auf das Thema hingewiesen sondern sie hat auch Ursachen benannt im Post und auch Lösungsansätze genannt Und da wollen wir heute mal reinsurfen natürlich auch ein bisschen durch ihr Leben surfen aber vor allem an diesen Punkten vorbei kommen.
00:04:32: Was müsste sich denn vielleicht in der Branche einmal ändern damit es dieser leichter ist Friseur zu sein In diesem schönen Beruf?
00:04:40: Schön dass du heute da bist.
00:04:41: Daniela Dammann herzlich willkommen.
00:04:44: Ich sag Dankeschön für die Einladung auf jeden Fall.
00:04:48: Mit Freude gern!
00:04:50: Du hattest so schöne Worte gewählt und das Erste, was ich dich fragen möchte ist tatsächlich wie lange hast du an diesem Post eigentlich gesessen?
00:05:04: Wie lang habe ich an diesen Post gesessen?
00:05:05: wahrscheinlich insgesamt zehn Minuten?
00:05:10: Die Frage ist aber vielleicht eher richtig gestellt, wie lange hat es gebraucht bis ich da hingekommen bin weil... Das dieser Post ist ja entstanden aus einer Zusammentragung meiner Erfahrungen der letzten Jahre.
00:05:26: Und hauptsächlich entstanden durch meine eigenen Erfahrungen mit meinen eigenen Kunden im Salon und daneben aber auch entstanden, Aus der Erfahrung mit dem Coaching mit anderen Salons und Friseuren und darüber hinaus mit eigentlich immer denselben Themen auf übergreifend Also gar nicht so sehr nur auf unserem Hof bezogen, sondern wir alle kennen das ja als Friseur.
00:05:53: Da sitzt Frau Meier im Stuhl, da sitzt Frau Müller im Stuel und alle reden am Ende des Tages über die gleichen Themen.
00:06:00: Und ... Ja!
00:06:03: So ist dieser Post eigentlich entstanden.
00:06:05: Das war irgendwann... Ich bin ein sehr impulsgesteuerter Mensch und irgendwann saß ich auch wieder nach einem Coaching, nach einem Abschluss Und dachte, das musst du jetzt einfach mal raus in die Welt schreien und so ist der innerhalb tatsächlich von zehn Minuten dann geschrieben und rausgehauen.
00:06:28: Wenn ich an diesen Sendenbutton drücke denke ich ganz oft hoffentlich versteht überhaupt irgendjemand was sich da schreibe.
00:06:35: und ja die Resonanz.
00:06:37: also Du hast es eben schön gesagt Ich glaube dieser Beitrag hat mittlerweile fast acht tausend likes oder sowas, seitdem der online ist.
00:06:47: Und ich glaube er ist glaube ich über... ...achttausend mal gespeichert worden?
00:06:54: Oder so.
00:06:54: was war jetzt so?
00:06:55: Ja
00:06:56: ja große Zahlen.
00:06:57: Das
00:06:57: schon da merkt man...
00:07:00: Da hast du so einen Punkt getroffen!
00:07:02: So ein Schmerzpunkt, einen Wundenpunkt irgendwie.
00:07:06: Aber lass uns mal von dem Post weg den ich übrigens in die Shonots unten rein verlinkt habe ihr Lieben Über diesen Weg von dir sprechen, weil du hast es gerade so schön gesagt.
00:07:17: Der Post ist in zehn Minuten geschrieben aber der ist ja sehr tiefgreifend und man merkt diesem Post auch an dass er sehr aus deinem Herzen sozusagen kam.
00:07:26: Die eine große Frage die immer alle bekommen, alle meine Gäste wer bist Du denn für die Friseurbranche?
00:07:32: Wie verstehst Du Dich für die Branche?
00:07:36: Also wenn ich ehrlich bin... Ich weiß das nicht!
00:07:39: Ich weiß, wer ich für meine Kunden bin und welch für mich und für meine Familie bin.
00:07:48: Aber grundsätzlich würde ich sagen... ...ich bin seit über dreißig Jahren in der Branche im Friseurberuf im Handwerk drin.
00:08:00: Und bin einfach jemand, der vor über zehn Jahren angefangen hat sehr unbequeme Fragen zu stellen.
00:08:07: Einfach auch aus einer... persönlichen Erfahrung heraus und habe angefangen vieles umzustellen, vieles zu verändern für mich.
00:08:18: Und ja zusätzlich zu meinem eigenen Salon den ich leite oder wo ich arbeite hab ich noch daneben einfach meine Coaching Expertise das heißt zertifizierte psychologische Beraterin, systemische Beratterin Coach und Hypnose Coach usw.
00:08:40: Und bin da jemand glaube ich der auch anderen Friseuren da genau so zur Seite steht ebenfalls Dinge vielleicht kritischer zu betrachten oder andere Fragen zu stellen?
00:08:55: Ich hatte mal ein Seminar Da ging es auch darum zu fragen, muss denn eigentlich alles so bleiben wie es ist.
00:09:05: Und da hat eine Teilnehmerin gesagt naja was haben wir denn für eine Möglichkeit?
00:09:09: die Zwänge sind nun mal da und ich hatte damals dann schon gefragt ja sind das zwänge oder sind das eigentlich Gewohnheiten in denen wir festsitzen?
00:09:19: also machen wir uns manchmal selber das Leben irgendwie eher so.
00:09:24: Also, wir erklären es uns als Gott gegeben und ich bin jetzt sogar nicht gläubig.
00:09:29: Aber so konnte man schon mal vor Friseur sein ist halt so kann man nichts machen.
00:09:32: da musste durch.
00:09:33: hast du dich dafür entschieden Hals halt aus.
00:09:35: ein jammer nicht so ne.
00:09:37: aber das ist aus meiner Sicht auch nicht richtig.
00:09:39: glaube man hat viel mehr Möglichkeiten Den Friseure beruf ganz anders zu leben Als wie er uns Mal beigebracht wurde.
00:09:47: aber darum soll's heute auch gehen.
00:09:49: vorher interessiert mich noch was war denn bei dir davor?
00:09:53: Zehn Jahre, hast du gerade vor zehn Jahren gesagt.
00:09:55: Wann hast Du angefangen kritische Fragen zu stellen?
00:09:57: Und was war da der Auslöser?
00:10:00: Also der Ausläser war wie wahrscheinlich bei so vielen Menschen eine eigene gesundheitliche Thematik.
00:10:07: Ich bekam vor mittlerweile ist das jetzt glaube ich vierzehn Jahre her Eine Diagnose die im Raum stand mit der ich nicht zufrieden war Die ich auch nicht denken wollte und konnte Wo ich dann angefangen habe, mich auf eigene Faust viel mit dem Thema Gesundheit auseinanderzusetzen.
00:10:29: Wahnsinnig viel recherchiert habe und sehr viel einfach über ganzheitliche Gesundheit wissen wollte.
00:10:37: Ich wollte verstehen wie geht eigentlich gesund?
00:10:40: Und
00:10:41: das war so der Anfang.
00:10:43: Dann hab' ich Google ist ja immer, der weiß ja immer alles.
00:10:46: Das heißt wenn du irgendwas Googles kriegst, ihr hat tausend Dinge vorgeschlagen auf einmal und dann bekam ich immer vorgeschlagn irgendwelche Ausbildungen und Studien und Studieren für Gesundheit usw.
00:10:58: Und dann habe ich das tatsächlich gemacht.
00:11:00: Ich hab ein Fernstudium gemacht für ganz zeitliche Gesundheit und Ernährung.
00:11:06: Und es war so der Anfang von Avine sag ich mal, das war wirklich der Beginn wo ich angefangen habe Dinge zum ersten Mal mit ganz anderen Augen zu betrachten.
00:11:18: Wo ich wirklich verstanden habe was Gesundheit eigentlich wirklich bedeutet und wie oft wir uns im Alltag einfach um alles kümmern aber überhaupt nicht um uns und unseren Körper und unsere Gesundheit.
00:11:34: Und so fing es an.
00:11:35: Und dann hat es so eine Ausbildung mit der nächsten Nachsicht gezogen.
00:11:40: Also da ging eine Tür nach der anderen auf, ich glaube seitdem nie wieder aufgehört zu lernen.
00:11:45: Ich war eine ganz schlechte Schülerin in der Schule.
00:11:49: Schule war nicht mein Thema und zum ersten Mal habe ich aber in meinem Leben verstanden was es bedeutet wir lernen fürs Leben vorausgesetzt man lernt das was einen interessiert.
00:12:02: Ja, es glaube ich bis heute so mein bester Begleiter.
00:12:05: Also ich liebe Bücher, ich liebe Lernen und ich liebe es wirklich auch Dinge immer weiter zu hinterfragen.
00:12:13: Und du hast ja, hast du von uns gesagt seit dreißig Jahren schon Friseurin?
00:12:17: Ist das so?
00:12:18: Was sind denn die Dinge, die du dann umgestellt hast?
00:12:21: also kannst du das benennen was für die großen Weichen waren wo du gesagt hast ne so kann's nicht weitergehen?
00:12:28: Ja absolut!
00:12:30: Das erste, was ich verstanden habe war das unsere Haut unser größtes atmungsaktives Organ ist.
00:12:36: Was wir besitzen und dass wir uns da einfach täglich Dinge nicht nur auf unseren eigenen Körper schmieren sondern ja auch den Kunden auf dem Kopf schmiern wo Kosmetikverordnungen einfach ständig hinterher sind neu zu justieren und auszutangieren.
00:12:56: wie viel Milligramm und Mühe darf denn jetzt an schlimmen Zeug da drin sein.
00:13:01: Und wie viel nicht?
00:13:03: Ich stelle mir dann die Frage, warum muss das überhaupt sein?
00:13:09: Das waren die ersten Themen wo ich gesehen habe, oh wow!
00:13:13: Ich arbeite da täglich mit potenziell krebserregenden Stoffen.
00:13:17: tatsächlich Wo auch mir von der Berufsgenossenschaft irgendwann bestätigt wurde, ja.
00:13:25: Belasenkrebs ist immer noch eine anerkannte Berufskrankheit bei Friseuren und ausgelöst durch Stoffe die eben in Farben sind.
00:13:34: Und das war so der erste erschreckende Punkt für mich wo ich gesehen habe Wow!
00:13:40: Also warum?
00:13:42: Und jetzt wählen wir, warum macht man das?
00:13:45: Das waren die Momente wo ich für mich wusste und da war ich sehr radikal.
00:13:50: Das mache ich nicht mehr.
00:13:51: Wo ich genau wusste, das mach' ich nicht ab heute gibt's das nicht mehr.
00:13:55: Ich färbe meine Kunden nie wieder mit diesen Haarfarben.
00:13:58: Und wo ich meinen Kunden auch vor die Wahl gesetzt habe.
00:14:01: Also meine Kunden wussten immer mein Werdegang Die kannten immer meine Geschichte Die kannte was ich alles mache und lerne und ich hab den auch immer viel davon erzählt.
00:14:10: Und ab diesem Moment, wo mir klar war was das bedeutet habe ich das auch immer offen mit meinen Kunden kommunizieren hab gesagt du bist auf das und das habe ich jetzt in Erfahrung gebracht.
00:14:22: Ab heute werde ich es anders machen.
00:14:24: Ich weiß noch nicht wie, ich weiß auch noch nicht wieder wie der Weg weitergehen wird aber entweder gehst du den mit mir mit dann finde ich eine Alternative oder du gehst woanders hin bleibst bei der Chemie dann bin ich dir nicht böse dass darfst du ganz alleine entscheiden.
00:14:41: Ich habe alternativen gefunden, verdammt gute sogar.
00:14:45: Und ja das war das erste was ich radikal umgestellt hab.
00:14:50: In deinem Post hattest du auch geschrieben dass der Friseurberuf Ja wirklich naja.
00:14:56: also was belastend es ist gerade was wenn's auch um Gesundheit geht und sagst du grad schon krebs unseres angeschmissen angesprochen, wo ich selber so denke was für Worte oder was auch für Ängste da ja auch in mir hoch kommen sofort.
00:15:11: Gleichzeitig weiß ich aus meiner Arbeit mit meinen Kunden wenn es um das Thema Preise geht frage ich sie manchmal wofür willst du dich eigentlich bezahlen lassen?
00:15:21: und was gar nie kommt?
00:15:23: was ich immer ergänzen darf dann ist dieses thema hey ich gebe hier jeden tag meine lebenszeit psychische Gesundheit in die Wachschale rein.
00:15:37: Also da sind wir heute, hoffentlich ja schon ein Stück weiter als früher.
00:15:40: ist noch die Treibhaus Haarspräß da.
00:15:43: also wenn ich daran denke wie ich in den ersten Salons bewusst reingelaufen bin als ich angefangen habe zu lernen was wie es da roch war, was da los und was da in der Luft war so das ist ja wirklich krass ungesund gewesen.
00:15:55: Heute aber ist es vielleicht gar nicht viel anders man nimmt du es nicht mehr so wahr.
00:16:00: Und was ich auch empfinde ist, dass diese körperliche Arbeit ganzen Tag stehen schnell hintereinander sehr hektisch arbeiten.
00:16:09: Ja, also auch dieses psychisch sehr anstrengende.
00:16:15: So viele Menschen, so viel Reize, so viele schwere Gespräche auch.
00:16:20: Also das ist alles was da stattfindet.
00:16:23: Was sind die großen Punkte, die du siehst?
00:16:26: Die die Friseure heute eigentlich so stark belasten?
00:16:30: auch dass Sie eben die Branche verlassen weil sie sagen ich kann und will nicht mehr.
00:16:38: Das is Man kann das überhaupt nicht auf einen Punkt zusammenfassen.
00:16:44: Deswegen habe ich den Post ja auch so ausführlich geschrieben, weil es unterschiedliche Ebenen hat.
00:16:52: Also für den einen ist es einfach die persönliche Grenze, die er nicht ziehen kann.
00:16:59: Für den anderen sind das die äußeren Umstände.
00:17:03: Für Den nächsten sind dass die chemischen Einflüsse.
00:17:09: Erfahrungswerte Prägungen, Muster.
00:17:11: Das ist ja total individuell.
00:17:14: Deswegen kann man das nicht auf einen Nenner runterbrechen.
00:17:21: Diese Ebenen hast du wirklich in den Pust auch schön gemacht.
00:17:24: Vielleicht arbeiten wir uns durch die da mal durch?
00:17:28: Die Ebene eins hast Du gesagt vielen Friseuren hängt die persönliche Geschichte oder steht die persönlichen Geschichte im Weg.
00:17:38: Jetzt komme ich mal mit einer Theorie.
00:17:40: Ich glaube, dass wir in der Friseurbranche wirklich so eine allgemeine psychische Sonderlage haben... ...dass die meisten Menschen, die sich für den Friseureberuf entscheiden, so ein Helfer-Syndrom haben.
00:17:55: Die wollen den Menschen was Gutes tun!
00:17:57: Die wollen für andere da sein!
00:17:59: Die vergessen sich selber schnell Mal!
00:18:02: Hauptsache dem anderen geht es gut!
00:18:04: Also ich glaube das sind Friseuren sich irgendwie in einem hohen Prozentsatz sehr ähnlich.
00:18:10: Wie siehst du das?
00:18:12: Ich glaube, dass das generell Menschen betrifft, die mit Menschen arbeiten.
00:18:17: Das heißt, es ist sehr übergreifend.
00:18:20: Es ist gar nicht unbedingt nur der Friseur sondern das ist der Arzt, das ist die Pflegefachkraft, das sind die Krankenschwester und Altenpflegerinnen.
00:18:33: Das zieht sich in alle Bereiche wo mit Menschen gearbeitet wird Und das ist etwas, was ja klar auch bei Friseuren sich ganz häufig findet.
00:18:43: Nichtsdestotrotz kann man nicht grundsätzlich sagen jede Friseurin hat ein Helfer-Syndrom und auch nicht jeder Friseuer der keine Grenzen ziehen kann hatte schlechte Kindheitserfahrungen.
00:18:55: also auch da total individuell.
00:18:59: aber ich weiß was du meinst und da bin ich total bei dir weil es gibt davon verdammt viele in unserem Beruf.
00:19:06: absolut
00:19:08: Was hat das für eine Auswirkung, wenn du diese ... Du hast jetzt schon mehrmals das Wort Grenze ziehen benutzt.
00:19:14: Wenn man das eben nicht kann?
00:19:16: Wenn man diese Grenze nicht ziehen kann oder vielleicht auch zu doll mit seinem eigenen Beruf verschmilzt und teilt eines Posts.
00:19:24: Irgendwann arbeitet man nicht mehr als Friseurin sondern man ist Friseuren.
00:19:32: Kannst du dazu ein paar Gedanken teilen?
00:19:34: Ja absolut!
00:19:36: Wenn ich anfange, diese Grenze so verschwimmen zu lassen.
00:19:42: Dass ich mich total als das identifiziere was ich täglich tue dann ist es bei vielen oft so dass sie Leidenschaft verwechseln mit Selbstaufgabe.
00:19:54: Ich kann einen Beruf mit Enthusiasmus und Leidenschaft ausführen und das ist auch super!
00:20:01: Ich muss aber für mich persönlich auch wissen, dass es ein Beruf ist.
00:20:06: Und jetzt kommt dieser schöne Satz, mein Beruf ist meine Berufung.
00:20:09: Ja!
00:20:10: Richtig?
00:20:11: Nämlich.
00:20:12: Nichtsdestotrotz bin ich aber immer noch auch ein eigenständiger Mensch und wenn ich anfange diese Grenze nicht mehr zu ziehen, wenn ich zum Feierabend nach Hause gehe und eigentlich kein Feier Abend habe weil feierabends sich nicht dadurch prägen lässt, dass die Salon-Tür abgeschlossen ist sondern das in mir noch weiter wirkt.
00:20:39: Dann wird es schwierig dann wird es für Menschen, die grundsätzlich nie gelernt haben Grenzen zu ziehen, dann wird Es für diese Menschen eng und dann ist das eben nicht mehr gesund.
00:20:52: Dann hat es nichts mehr damit zu tun, dass man seinen Beruf mit Leidenschaft lebt weil man dann nur an seine Kunden denkt.
00:21:00: genau das ist eben dann der springende Punkt.
00:21:03: Es ist dann nicht mehr gesund.
00:21:06: Weil es zu einer Selbstaufgabe wird?
00:21:09: Ich erlebe das ganz viel, dass Friseure in der Lage sind, obwohl das Buch schon brechenvoll ist doch noch den einen Kunden dazwischenzuschieben.
00:21:19: Manchmal auch aus der Angst raus.
00:21:21: wenn ich das jetzt nicht mache, kommt er halt nicht mehr... Ich hänge den Kunden noch hinten ran, habe eigentlich schon Feierabend.
00:21:28: Und dann manchmal auch ganz absurd weil es ein guter Kunde ist mache ich dann sogar nach dem Freundschaftspreis.
00:21:33: Also ich schade mir auf allen Ebenen selbst Hauptsache... ...ich enttäusche den anderen nicht!
00:21:41: Wo kommt denn das her?
00:21:43: Ja du hast recht individuell aber irgendwie ist es doch was was ich über die Branche hinweg beobachte.
00:21:50: Das Ding ist ja wo kommt denn hierher?
00:21:52: Ist das eine?
00:21:53: Die Frage ist natürlich oder die Grundfrage, die man sich erst mal stellen muss ist eines erstmal bewusst.
00:22:01: Weil ganz vielen ist genau das ja überhaupt gar nicht bewusst.
00:22:06: Viele sagen ja ich muss eine hohe Auslastung haben meine Auslastungen muss bei mindestens neunzig Prozent liegen besser noch hundert Prozent.
00:22:15: Ich muss immer irgendwie präsent sein.
00:22:18: ich muss für meine Kunden auch nach zwanzig Uhr noch verfügbar sein Und zeichnen sich damit dann selber als besonders leistungsfähig aus.
00:22:29: oder das macht einen guten Unternehmer aus und so weiter, ja?
00:22:33: Dass das aber langfristig einfach alles andere als gesund ist und auch vernünftig ist.
00:22:40: Das steht auf einem ganz anderen Blatt.
00:22:41: Das sieht aber der Unternehmer oftmals gar nicht so weil er diese Frage so sich selbst nie wirklich stellt.
00:22:49: Weil dieses Erstmal sich selber in Frage zu stellen, bedeutet ja vermeintlich eine Schwäche zu denken.
00:22:57: Und das will man erst mal nicht und dass das aber nichts mit einer Schwäche zutun hat, sondern dass das eine absolute Stärke ist.
00:23:05: Das muss man erstmal ins gerade Licht rücken weil genau da fängt es nämlich an, dass viele Menschen ja das nie gelernt haben, sich überhaupt mal andere Gedanken zu machen, andere Fragen zu stellen Dinge kritisch zu hinterfragen.
00:23:21: So, das ist der erste Schritt.
00:23:23: Und wenn ich das dann verstanden habe und sehe auch... Dann kann ich die Frage stellen, wo kommt denn das eigentlich her?
00:23:30: Warum macht das was mit mir, wenn sich Frau Müller vor mir im Salon aufbäumt?
00:23:36: Obwohl sie eigentlich vor drei Tagen ihren Termin abgesagt hat jetzt aber doch im Salón steht und Hermann macht weil sie jetzt doch keinen Platz hat hier!
00:23:44: Warum macht mich das
00:23:45: klein?!
00:23:45: Warum macht mir das angst?
00:23:47: Warum hab' ich jetzt das Gefühl Ich muss jetzt alles tun, damit Frau Müller möglich ist.
00:23:54: So und da ist einfach der Punkt das ist total individuell.
00:23:59: Das kann beim einen sein weil einfach eine Autoritätsperson immer sehr prägend gewesen ist ja wenn man da die Erfahrung gemacht hat du darfst keinen enttäuschen.
00:24:10: Du musst immer funktionieren usw.
00:24:11: Das ist total Individuell.
00:24:16: also
00:24:17: diesen Gedanken interessant dass dir Dass das eigentlich jeder Mensch der gerne mit anderen Menschen arbeiten möchte oder für andere Menschen arbeiten, möchte bräuchte eigentlich vorher mal so eine kleine Zür-Analyse.
00:24:31: Was triggert ihn wo durch?
00:24:32: Also warum rutscht man in die und jene Falle immer wieder rein?
00:24:39: Aber gut!
00:24:39: Das werden wir nicht verordnen können.
00:24:40: ich habe gerade noch den nächsten Gedanken gehabt nämlich... Ich habe ja in meiner Friseurzeit, in meiner Ausbildungszeit vor allem auch ganz viel darüber gelernt wie man als Friseurs zu sein hat.
00:24:54: Also diese Prägung... Friseure!
00:24:56: Diese Ausbildungsprägung die hat auch viel mit mir gemacht.
00:25:01: was sind da deine Gedanken dazu?
00:25:03: Zu dieser Ausbildung heutzutage?
00:25:05: ich hab das Gefühl dass sie das heute noch lernen.
00:25:07: der Kunde ist König.
00:25:09: Genau Das ist tatsächlich so.
00:25:12: also Ja, das wirklich über.
00:25:14: Also es steht mir nicht so.
00:25:16: Gibt
00:25:17: eine Sicherheit auch Ausnahmen?
00:25:18: Wenn ja dann fantastisch.
00:25:22: Ich kenn wenige muss ich ehrlich sagen.
00:25:27: Aber Fakt ist also sagen wir's mal so.
00:25:36: Ich könnte jetzt sehr weit ausholen wenn ich sage innerhalb der Berufsausbildung werden nunmal bestimmte Dinge gelehrt Und dann könnte man jetzt gucken, okay wer entscheidet eigentlich über ein Lehrplan.
00:25:53: Wer entscheidet darüber was wir in der Ausbildung lernen?
00:25:56: Wer entscheidete über einen beruflichen Plan oder einen Lehrplan und wer entscheidet darüber was wie viel Präsenz bekommt?
00:26:06: Nehmen wir das ganz simple Beispiel Pflanzenfarbe.
00:26:11: Ich weiß dass ich in meinem Salon nach der wenn ich in einen Salon gewechselt, das war nineteen hat siebenundneunzig.
00:26:20: Da habe ich zum ersten Mal mit Pflanzenfarbe gefärbt.
00:26:25: Damals hatte Schwarzkopf die Egora Botanics im Sortiment.
00:26:30: Die kam raus hier neunzig oder sowas und ist glaube.
00:26:34: Ich glaube, er ist schon wieder aus dem Sortiment verschwunden.
00:26:39: Weil Schwarzhoff damals gesagt hat, wir sind wahrscheinlich dem Zeitgeist zwanzig Jahre zu früh voraus?
00:26:45: Das passt noch nicht!
00:26:48: Und damals habe ich total gerne mit dieser Farbe gearbeitet und wusste noch nicht dass das mal meine Passion werden würde.
00:26:56: Und wenn ich so darüber nachdenke, wie viel habe ich eigentlich in der Ausbildung oder in der Berufsschule über Pflanzenfarbe gelernt?
00:27:05: Dann würde ich sagen das wurde mal angerissen.
00:27:08: Es wurde auch mal gesagt dass es sowas gibt.
00:27:10: Wurde aber auch ganz schnell schlecht gemacht und dann wieder fallen gelassen.
00:27:16: Und den Hauptteil der Farbexpertise kam natürlich aus dem oxidativen Bereich ganz klar.
00:27:26: Und wenn ich mir dann angeschaut habe, wie viele Friseure bei der Prüfung mit Weller und Loreal gefärbt haben.
00:27:37: Weil das zum guten Ton gehört.
00:27:39: Weil man gesagt hat nimm Welle, dann kriegst du auf jeden Fall extra Punkt.
00:27:45: Dann sind wir bei Bereichen wo man sagen könnte also wer entscheidet eigentlich darüber was gut ist, was nicht gut ist.
00:27:56: Wer entscheidet eigentlich darüber wie die Dinge zu laufen haben?
00:27:59: Wie sie laufen sollen?
00:28:01: Was eine bessere Anerkennung hat und was nicht?
00:28:07: Also das meine ich damit ja.
00:28:10: Dinge auch mal zu hinterfragen, zu sagen okay nur weil es alle machen.
00:28:14: Es ist dann unbedingt das non plus ultra oder gibt's auch etwas anderes?
00:28:23: Nee, du machst gerade damit ein sehr schönes Thema auffall.
00:28:26: Es geht ja hier in dieser Episode auch um dieses gesund Friseursein und für sich selber eine Art des Friseursseins zu kreieren die man gut durchhält schlechtes Wort die man im Alltag genießen kann.
00:28:42: Es gibt auch so ein New Work Bewegung, gibts den schönen Satz.
00:28:45: Du sollst dir einen Arbeitsumfeld schaffen was du nicht als milde Krankheit empfindest... ...was du von Montag bis Freitag irgendwie durchhältst und dann ins Wochenende zur Erholung brauchst Sondern wie du etwas das für deine Arbeit erschaffen sollst von der du eigentlich bestenfalls gar keinen Urlaub brauchst Weil er dir halt weiß dir halt Freude macht.
00:29:02: und Pausen sind wichtig.
00:29:05: Und jetzt hast du gerade mit deinem mit deinen Worten in mir nochmal angeregt Leute Denkt bitte ein bisschen mehr wieder selbst.
00:29:14: Und ich weiß, dass ich als der hier auch aus Unternehmensberater ja heute hier am Mikrositzt bin, der beim Denken hilft auf eine gewisse Weise, der einen Mitdenker ist aber der eben nicht aus Einzelfällen raus Tipps gibt sondern aus einer manikfaltigen Erfahrung.
00:29:33: Und gleichzeitig muss trotzdem jeder Mensch seinen eigenen Weg finden und darf sich wieder trauen, selber zu lernen.
00:29:39: Und eben nicht nur bei Instagram zu gucken.
00:29:40: was ist denn gerade der neue Trend?
00:29:42: Okay wir müssen jetzt alle airtouch machen.
00:29:45: mag ich AirTouch oder geht mir das gefuddelt mit diesen vielen kleinen feinen Haaren eigentlich richtig auf den Keks und schwächt mich noch viel mehr als meine klassische Strähnentechnik die auch schon anstrengend finde also so diese eigene Antwort finden und die dann auch gehen.
00:30:01: Ich glaube, das haben die meisten auch ein Stück weit verlernt.
00:30:04: man hört mehr auf andere als auf sich selber.
00:30:07: Die Frage ist doch eigentlich Haben Sie überhaupt Menschen gelernt?
00:30:11: Also nehmen wir jetzt mal die klassische Schulausbildung.
00:30:14: Was haben wir denn da gelernt?
00:30:15: Haben wir gelernt du sitzt sechs Stunden auf dem Rosenboden, der jetzt gefälligste Klappe antwortest nur wenn Du gefragt wirst im übertriebenen Sinne Dann wird noch unterschieden.
00:30:27: In der Hauptschule sind sowas aufmüpfiger als in der Realschule und im Gymnasium sind sie schon geohrsam, also ich überspitze das jetzt sehr.
00:30:35: Aber so ist ja die Realität.
00:30:37: Ja?
00:30:38: Und die Realitet sagt einfach ganz klar Wenn du was Besseres werden willst schaff deinen Numerus Klausus machen Abitur macht dein Studium Sie zu.
00:30:52: Wird denn da dass kritische hinterfragen gefördert, auf gar keinen Fall.
00:30:58: Ne, nicht wirklich ja.
00:31:00: Das heißt wir haben es doch alle gar nicht wirklich gelernt oder?
00:31:03: Mhm.
00:31:04: Damit kennt sie an!
00:31:06: Naja also ich glaube dass die also das kritische hinterfragen... Ich glaub man kommt dahin wenn's mal so ein Einschlag gibt.
00:31:14: Genau Wenn man mal merkt okay warte mal das Leben.
00:31:17: was ich jetzt hier gerade lebe ist gar nicht mein Leben.
00:31:20: Mein Coaching ausbilder Uwe Pettenberg hat immer gesagt Die größte Angst haben Menschen eigentlich vor dem ungelebten Leben.
00:31:28: Also wenn du irgendwann aufm Sterbebett liegst und denkst, war das mein Leben?
00:31:31: Und du musst nein sagen, dass ist beschissen.
00:31:33: Entschuldigung für die Wortwahl.
00:31:35: Aber das ist dann wirklich richtig hart.
00:31:38: Vielleicht gibt es auch deshalb eine Midlife Crisis weil in den meisten Menschen, die mit vierzigmal merken okay jetzt habe ich dir die Hälfte rum.
00:31:44: wie will ich eigentlich leben?
00:31:47: Wenn ich die Frage nach dem wie will Ich eigentlich leben?
00:31:49: stelle, dann ist ja auch die Frage gleich die nächste.
00:31:53: Wie will ich eigentlich Friseur sein?
00:31:56: und darf ich mich das fragen?
00:31:58: Oder bin ich dann der Freak, der irgendwie mit dem Strom schwimmt dagegen schwimmt und damit irgendwie unangenehm ist?
00:32:05: oder seltsame Frage.
00:32:06: also sagen wir doch diese Fragestellung auch mal sehr stache es im Fleisch der anderen.
00:32:12: aber das trauen wir uns heute hier in dieser Episode.
00:32:15: Wir sind bei Ebner Eins gelandet schon nämlich die persönliche Geschichte.
00:32:18: was macht das mit mir?
00:32:20: Ich würde gerne mal auf die Ebene zwei wechseln, die du in deinem Post benannt hast.
00:32:25: Nämlich die Kultur der Branche und da hast du drunter geschrieben wir feiern die falschen Dinge.
00:32:32: Also gedacht fühlte ich mich erwischt ehrlich gesagt na hey ich bin voll gut gebucht ich bin total ausgelastet und so ja kriegen alle Applaus für und ich denke ne bist du glücklich?
00:32:45: Na also was ist denn die Währung für deinen Lebenserfolg?
00:32:50: Feierst du wirklich deinen Erfolg oder feierst einfach, dass du anderen gefällst?
00:32:54: Also dass du irgendwie ja guck mal ich kann mitspielen.
00:32:57: Hallo.
00:32:58: Ich bin auch da.
00:32:58: Guck mal!
00:32:59: Ich bin so gleich wie du.
00:33:00: hallo sieh mich.
00:33:01: ist das so ein Streben nach Anerkennung also die Kultur der Branche.
00:33:05: für was feiern wir uns und was ist eigentlich ein großer Trugschluss aus deiner Sicht?
00:33:13: Ja wir feiern uns eben genau diese Dinge wenn man das Gefühl hat Man ist der gefragteste.
00:33:24: Bei Google wird man als erstes gefunden und so weiter, ne?
00:33:27: Das sind ja die Dinge, also höher schneller weiter.
00:33:33: Es gab, ich glaube, in fourhundneinzig da habe ich meine Ausbildung gemacht.
00:33:40: Parallel dazu gab es eine Arbeitsgruppe in Heidelberg.
00:33:44: das war ein Zusammenschluss aus Friseuren von... Also Friseure Erinnerungsmitglieder und noch andere, die eine Arbeitsgruppe gebildet haben, wo es um Gesundheit im Friseurberuf gehen.
00:33:59: Damals schon!
00:34:02: Die haben ein total tolles Konzept entwickelt und die haben damals schon ganz viel Wert auf all die Dinge über die wir hier reden in dieses Konzept gepackt.
00:34:12: Und die haben gesagt, gesundes Arbeiten bedeutet gesunde Umfeld gesunde Materialien, Psyche muss mit rein.
00:34:21: Nicht nur Rückenprävention – all diese Dinge!
00:34:25: Es wurde zerrissen von großen Institutionen und so weiter.
00:34:35: Berufsschulferbänder haben damals danach gebetet dass dieses Manual irgendwie in die Berufssschulen kommt.
00:34:44: es
00:34:44: kam da aber nie an.
00:34:48: Und ja, letztendlich ich frag mich ganz oft was wäre geworden aus vielen Betrieben wenn das damals etabliert worden wäre.
00:35:00: Wenn man damals gesagt hätte oh wow lass uns mal diese Arbeitsgruppe lauter werden größer werden mehr Kreisen ziehen und lasst es mal in die Berufsschulen einziehen.
00:35:11: Ich glaube, dann hätten wir eben andere Dinge gefeiert.
00:35:13: Dann hatten wir gefeuert dass wir zum Beispiel nicht nur von flachen Heraschinen innerhalb von Systemen innerhalb der Berufswelt reden sondern dass wir auch von einfachen Heraschen überhaupt reden das wir nämlich alle Menschen sind.
00:35:31: Dass ich als Friseur ein Mensch bin, genau wie mein Kunde der zu mir kommt, der meine Leistungen ansprechen möchte.
00:35:40: Dass du der Podcaster bist, der Host hier bist aber trotzdem spist, dass ich dein Gast bin und Mensch bin.
00:35:49: Und genau das ist glaube ich der Kern den wir alle irgendwie vergessen weil wir immer so leistungsgetrieben sind, weil wir so darauf gepusht wurden.
00:35:59: und wenn man sich anguckt wo nach heutzutage irgendwelche Dinge ausgerichtet sind.
00:36:06: Es geht um Ressourcenschonen, es geht um möglichst wenig Müll produzieren und nachhaltigkeits- und Digitalisierung.
00:36:21: Das ist alles schön und gut aber das ist alles irgendwie am Ziel vorbei!
00:36:28: Wie würde denn eine Eine gute Branchenkultur für uns Friseure aussehen, wenn man das jetzt mal... Also nehmen wir mal diesen Friseurberuf als wirklichen Traumberuf.
00:36:42: Was müsste sich denn mal ändern?
00:36:45: Damit man wirklich als Mensch sagen kann ich kann den Beruf gut machen.
00:36:49: Er schwächt mich nicht!
00:36:51: Ich profitiere davon.
00:36:52: was sind die Stellschrauben, die du gerne drehen würdest?
00:36:59: Mehr Geld verdienen!
00:37:02: Tatsächlich, das ist ja auch so ein Ding.
00:37:07: Also mehr Geld verdienen hängt ja auch immer an jedem einzelnen selber letztendlich.
00:37:13: Aber letztendling es sind ja so viele Stellschrauben die dazugehören und da sind wir wieder dabei.
00:37:21: Es fängt an in der Berufsausbildung dann geht's nicht nur darum zu gucken verbringen wir den Hauptteil mit chemischen Haarfarben, sondern wie können wir möglichst die Ausbildung so gestalten dass die jungen Menschen auch wirklich sehr breit gut aufgestellt sind.
00:37:41: Dass sie lernen von Anfang an was sind eigentlich meine persönlichen Grenzen?
00:37:48: Sie lernen ich kann noch so viele Atemübungen machen.
00:37:54: Wenn ich innerhalb eines Salons arbeite, wo einfach ganz schlechte Bedingungen herrschen dann bringen wir meine Atem-Übungen auch nichts ja?
00:38:04: Wenn ich mich selber nicht abgrenzen kann wenn ich nicht weiß wo sind meine Grenzen was ist mein Bedürfnis?
00:38:11: das sind alles Dinge.
00:38:13: diese Grundbasis die muss erst mal da sein und die haben viele Menschen nicht.
00:38:18: Die haben viele Menschen auch von zu Hause aus nicht gelernt, weil... Jetzt würde ich mal behaupten.
00:38:23: Ich glaube du bist ein paar Jahre jünger als ich.
00:38:26: Trotzdem kommen wir ja aus einer Generation wo unsere Eltern ja noch ganz anderes aufgewachsen sind als wir.
00:38:34: Ich habe Achtundneunzig gelernt.
00:38:36: Du hast Achtundenneunzig gelernt?
00:38:37: Ja also vier.
00:38:39: Vier und neun Sprengen genau!
00:38:40: Grundsätzlich haben wir so ziemlich dieselbe Gegend sag' ich mal.
00:38:45: Und dazu kommen noch Dein Akzent zu urteilen, kommst du aus dem Osten.
00:38:50: Das heißt Du bringst noch
00:38:51: eine
00:38:52: Drehung mit als ich hier im Westen.
00:38:55: Ganz viel Gruppendynamiken ganz viele in meinem Fall also ganz viel die Gruppe vor dem Individuum was ja im Weste ein bisschen anders war.
00:39:05: Ja und trotzdem sind wir auch noch so ne Nachkriegsgeneration.
00:39:09: das heißt unsere Eltern haben ja sowieso noch gelernt Klappe halten durchhalten durchziehen.
00:39:17: das ist so, dass wo viele in meinem Umkreis mit aufgewachsen sind.
00:39:23: Das heute infrage zu stellen und zu sagen okay haben wir so gemacht, machen jetzt vielleicht mal anders auch eine Nummer.
00:39:34: Aber um nochmal auf deine Frage zurückzukommen also was bräuchte es denn?
00:39:38: Es bräucht glaube ich ganz viele ganz viele Ansätze vielen unterschiedlichen Bereichen, die neu gedacht werden müssten.
00:39:50: Naja dieses Neu-gedacht werden müssen das ist halt wieder was mal so ein bisschen in der Zukunft liegt ne?
00:39:55: Ich würde gerne versuchen mit dir auch nochmal so ein paar Dinge rauszuarbeiten die jetzt funktionieren.
00:40:01: also welche kann man denn vielleicht jetzt schon mal drehen?
00:40:04: weil ich glaube viele die uns heute zuhören denken okay ja ich kenne das thema, ich kenn diese multifaktorale Überlastung.
00:40:11: Ich kenne dass sich manchmal denke ich lasse den beruf einfach weg ich gehe zur amazon ans band da habe ich es leichter.
00:40:17: ganz ehrlich geben wir die leute unise auf schwein wortwal ihr merkt wieder der saxe aber das ist so.
00:40:23: Wie komme ich denn möglichst schnell mal mit ein paar größeren Stellschrauben daraus?
00:40:29: Ich würde sagen, wir haben ja dann noch diese Fragen die du gestellt hast auch in dem Post.
00:40:36: Mit der Überschrift was wäre wenn wir beginnen würden andere Fragen zu stellen.
00:40:41: Die gehen wir gleich einmal durch.
00:40:42: aber vorher würde ich gerne noch von dieser Kultur der Branche was ja die Ebene zwei ist noch auf die Ebne drei gehen Und das ist dieses, was um die Branche rum alles auch noch passiert.
00:40:55: Da hast du von Bürokratie und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in deinem Post geschrieben... ...und es fand ich sehr interessant weil das ja auch etwas ist, was irgendwie gar nicht so richtig zu ändern geht!
00:41:10: Also jetzt haben wir eine Zeit lang Menschen versucht die Mehrwertsteuer in der Frisurbranche zu senken.
00:41:18: Habe ich schon so gedacht Holla Die Waldfee packt man diese Energie lieber in andere Themen rein, weil da kämpft ihr eigentlich gegen Windmühlen.
00:41:26: Ich habe Respekt vor allen die sich da reingeworfen haben aber irgendwie ist es auch so ein uah also etwas was man kaum gewinnen kann.
00:41:34: eigentlich dafür sind wir zu klein.
00:41:36: Also bleibt die Mehrwertsteuer wie sie ist Die Bürokratie bleibt im Grunde auch wie sie isst.
00:41:41: das wird mit unserem aktuellen Kanzler jetzt und die Zwingend besser.
00:41:46: Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind auch da, also dass der Kosten halt steigen steigen.
00:41:52: Das ist halt gerade so und die Preise sich entwickeln müssen.
00:41:56: Also es gibt ja grad relativ viel Müssen in der Branche als dann doch Zwänge, die von außen kommen.
00:42:04: Deine Perspektive dazu sollte man einfach akzeptieren oder sollte man doch versuchen zu kämpfen?
00:42:10: Also, ich glaube man kann da kämpfen wo es angebracht ist.
00:42:14: Man muss aber auch da wieder unterscheiden.
00:42:16: also ich habe das bei meinem Post auch relativ häufig gesehen.
00:42:21: Es gibt so unterschiedliche Lager der Post konnte oder so gelesen werden und viele haben den post so interpretiert dass sie sagen ja Dieses Scheiß System.
00:42:32: jetzt mal auf Deutsch gesagt, das kann man sowieso nicht ändern und am Ende ist mal sowieso immer der Geaschte.
00:42:38: Und man muss immer nur leisten und machen und tun und man kann eh nix machen.
00:42:44: Das noch gepaart mit dem Helfer-Syndrom den Peoplepleaser und dem ich sage jetzt mal blöden Chef oder wie auch immer dann ist es natürlich perfekt zu sagen so jetzt gehe ich zur Amazon oder zu Aldi?
00:42:58: Ich kann ja eh nichts machen.
00:43:01: Die Frage ist aber, erst mal unterscheiden wir oder müssen unterscheidend zwischen ließ diesen Beitrag ein Angestellter?
00:43:08: Oder ließ diesem Beitrag einen Saloninhaber oder einen Geschäftsführer oder Salonleiter wie auch immer.
00:43:16: Weil darin unterscheidet sich auch schonmal natürlich der Handlungsspielraum.
00:43:21: Wie gesagt ich kann wenn ich eine gute Resilienz als Arbeitnehmer habe top aufgestellt sein.
00:43:28: Salonarbeite, wo die Löhne miss sind.
00:43:32: Wo die Kunden alle dämlich sind?
00:43:34: Wo die Angestellten alle quer sind?
00:43:37: Wohin die Salonleitung ihren eigenen Kopf hat?
00:43:40: Da kann ich so Resilienz sein wie ich will, da kann ich nur verlieren!
00:43:45: wenn ich aber salon leitung bin ja und ich weiß Ich habe zehn mitarbeiter.
00:43:51: Ich hab eine verantwortung, ich hab ein kostenapparat der jeden monat gedeckelt sein muss Und möchte darüber hinaus auch noch ein gutes leben haben dann Klar ich kann das system nicht verändern dass ich sage ich sei jetzt keine steuern mehr oder wie auch immer Dann habe ich mich daran zu halten.
00:44:11: ganz klar.
00:44:11: die frage ist aber wie verändere ich meine Arbeitsweise, mein Salon leben.
00:44:17: Meine Entscheidungen innerhalb meines Systems so dass es für alle gut gesund und stabil ist.
00:44:24: Und das kann man sehr wohl, wenn man eben beginnt die richtigen Fragen zu stellen, zu gucken was sind eigentlich unsere Themen hier im Salon?
00:44:34: Was ist eigentlich bei uns bei der Arbeit das Problem?
00:44:38: Wo haben wir unsere Knackpunkte?
00:44:40: wo müssen wir daran arbeiten?
00:44:42: Da gilt es eben ehrlich hinzugucken und Dinge auch mal anders zu hinterfragen.
00:44:46: Und wenn ich Teil dieses Systems bin, dann komme ich darauf nicht drauf?
00:44:50: Dann sehe ich das oft nicht!
00:44:51: Ich muss dann erst einmal dieses System ein Stück weit verlassen um einen anderen Blick darauf zu bekommen.
00:44:58: Dann kann ich von da aus anfangen wirksamer zu arbeiten, Dinge anders zu gestalten.
00:45:05: Das sehe ich halt in meinen Coachings immer wieder, wenn wir... Ich arbeite viel mit hygnosystemischen Ansätzen wo die Salon-Inhaber eigentlich davon ausgehen.
00:45:16: Mensch, ich mache doch schon alles und ich gebe doch schon mein bestes!
00:45:19: Und das ist auch absolut super weil es macht ja niemand aus Boswilligkeit oder sowas.
00:45:24: Ja dass man einen Salon vielleicht bis dato ein bisschen in eine nicht ganz so günstige Gerichtung geführt hat Und auf einmal merken wir einfach, wenn die so ein Stück raus treten da und dann einfach mal eine Metaperspektive einnehmen.
00:45:38: Ah okay jetzt kann ich ganz andere Dinge sehen!
00:45:41: Jetzt sehe ich das aus einem ganz anderen Blickwinkel ja?
00:45:44: Das ist immer wieder schön zu sehen wie viele neue Perspektiven sich dann auch öffnen.
00:45:51: Man hat sehr wohl Handlungsspielraum man muss aber einfach überlegen Wie viel Freiheit nimmt man sich selber auch?
00:46:04: Ja, und welchen Preis bin ich dann vielleicht bereit dafür zu zahlen.
00:46:08: Also ich versuche es meinen Kindern immer beizubringen, dass man für alles im Leben einen Preis bezahlt.
00:46:13: Und wenn ich jetzt gerade die Fragen habe aufgemacht in deinem Post, die Frage, die du zum Ende stellst auf Charles Wölff, was wäre, wenn wir beginnen würden andere Fragen zu stellen?
00:46:24: Was wäre, Wenn ich keine fünfzig Stunden mehr arbeite?
00:46:29: Ja, was wäre dann?
00:46:30: Dann hätte ich plötzlich Zeit für mein Familienleben.
00:46:33: Dann wär' ich vielleicht nicht ganz so gestresst.
00:46:36: aber und das machen wir jetzt gleich weil es kommt ja dann immer als nächstes schon am zweiten Argument.
00:46:41: Aber dann muss ich ja Kunden absagen!
00:46:45: Kann ich ja nie mehr so viel Kunden machen, dann muss sich die Preise erhöhen... Das geht alles gar nicht!
00:46:49: Das ist ja diese Schleife, dieser Arberschleife die sofort kommt weil man aus dieser, ich habe schon das Gefühl dann weiß gar nicht.
00:46:59: so reicht sich also die frage sich zu stellen was wäre wenn ich keine fünfzeh stunden mehr arbeite?
00:47:05: ja aber zuzulassen dass wenn man die antwort wirklich benennt dass es für mich besser wär dann muss ich ja etwas ändern.
00:47:15: und dieses ich muss was ändern hat immer was mit oder häufig was mit zumutung anderen gegenüber zu tun.
00:47:24: Und da, da beißt sich dann so ein bisschen der Friseur in die Friseure.
00:47:28: Die ganze beißte den Schwanz aber Friseurs in dem Fall auch ne?
00:47:32: Weil okay das geht ja nicht.
00:47:33: Preiserhöhen.
00:47:34: Nee macht man nicht!
00:47:35: Das ist zu gemeint dass es geht nicht oder eben Kunden absagen.
00:47:39: Geht auch nicht so was alles immer nicht geht.
00:47:42: wenn man aber sich jetzt einmal den Arm brechen würde und man wäre mal sechs Wochen raus Dann würde man aber feststellen was alles nicht geht oder was alles geht Wenn mal nichts mehr geht.
00:47:54: Gedanken von da einer Seite dazu, das gerade so viel ausgearbeitet.
00:47:58: Also tatsächlich ist das ja genau der Punkt, dass ganz oft gesagt wird man kann die Preise ja nicht erhöhen.
00:48:07: und Ja Die Frage ist also natürlich kann man.
00:48:13: die frage ist nur was hat einen solange daran gehindert es zu tun?
00:48:17: Das erstmal die Grundfrage zu sehen vor was habe ich ihn eigentlich angst?
00:48:25: Ich meine, ich lebe jetzt hier auf dem Land.
00:48:28: Und da erlebe ich das ganz häufig dass Kunden zu mir in den Salon kommen die sagen Mensch, ich suche einen neuen Friseur weil meine Friseuren ist jetzt schwanger geworden Die kommt nicht mehr.
00:48:41: Die kamen sonst immer zu mir ins Haus.
00:48:43: Zwanzig Euro bisschen Spitzen schneiden.
00:48:46: können wir da mal ein Termin machen?
00:48:51: Dann sage ich immer, also wir können natürlich gerne ein Termin machen.
00:48:55: Die Frage ist aber ob sie bereit sind das Zahlen zu wollen?
00:49:00: Weil ich mache hier nicht mal eben für zwanzig Euro bisschen Spitzen schneiden.
00:49:04: Ich habe hier einen Betrieb.
00:49:06: Es ist kein spendenfinanzierter Ponybetrieb sondern es ist schon ja und dann ist halt auch ganz schnell Ruhe im Schacht weil die Leute merken oh Wieso gibt's denn eigentlich so große Unterschiede?
00:49:24: Wenn das einfach auch mal klar wäre, ja und da bin ich wieder bei dem was ich eben gesagt habe.
00:49:29: Am Ende sind wir alle Menschen.
00:49:31: am Ende müssen schauen wie wir unsere Lebenskosten finanzieren, wie wir unseren Unkosten decken, wie die Miete bezahlen, wir wollen Kinder in Klamotten kaufen usw.
00:49:41: Sehen ja im Ende alle am selben Rat.
00:49:48: Jeder muss von dem, was er arbeitet und leistet auch leben können.
00:49:52: Anders macht es ja gar keinen Sinn!
00:49:53: Das ist ja Quatsch sonst.
00:49:56: Und deswegen stellt sich gar nicht die Frage Kann ich die Preise ellen?
00:50:00: Sondern die Frage, die dahintersteckt ist Warum habe ich entweder so wenig genommen bisher oder warum hab' ich mich bisher nie getraut da mal dran zu gehen?
00:50:11: Vorwas habe ich eigentlich Angst?
00:50:14: Was ist aus deinen Coachings die Erfahrung, was ist die Angst?
00:50:18: oder was sagen da die meisten?
00:50:20: Also ganz häufig ist die angst natürlich Kunden zu verlieren.
00:50:24: Die Ablehnung... Ganz häufig auch ja, was sollen denn dann die Leute sagen?
00:50:30: Ja, Klassiker!
00:50:32: Aber in erster Linie ist unser menschliches Bedürfnis immer eine Zugehörigkeit zu haben.
00:50:39: Die Gruppe muss irgendwie zusammenbleiben, die Herde muss gesichert sein.
00:50:43: Ja das sichert unsere Überleben.
00:50:46: wenn ich ausgeschlossen werde aus der Herde dann überlebe ich nicht.
00:50:50: Das ist ja der menschliche Grundaspekt dahinter.
00:50:54: und wenn ich sehe okay dass war irgendwann mal eine gute notwendige Strategie?
00:51:01: Ist es das Eine.
00:51:02: Heute lebe ich aber in einer Zeit, wenn ich weiß, Frau Müller kommt dann nicht mehr.
00:51:06: Wenn ich jetzt zehn Euro mehr nehme, dann wird aber Platz für Frau Elster sein.
00:51:13: Dann ist das vielleicht eine ganz beruhigende Erfahrung die mein System da macht zu sehen okay, ich schaffe damit einfach Platz für neue Dinge und mir passiert gar nichts sondern im Gegenteil es wird sogar besser
00:51:30: Und ich habe vielleicht, wenn ich diesen Weg mal gehe die Preise ein Stück weit nach oben entwickle.
00:51:37: Dadurch ein bisschen Kundenverlust habe merke ich über Lebe es bestenfalls auch ein bisschen mehr Zeit für das was wirklich wichtig ist.
00:51:45: Ich hab manchmal das Gefühl dass wir Friseure so nah oder so eng an unsere Kunden gebunden sind verstrickt sind regelrecht dass wir lieber unsere wirklich nahe Menschenwelt, also die Kinder- und Lebenspartner riskieren als wie diese fremden Menschen kunden.
00:52:07: Da kommen wir ja aber genau wieder zu dem Punkt den du am Anfang gesagt hast nämlich es geht ja darum zu sehen gibt das eine Trennung zwischen dem was ich tue, zwischen meinem Beruf oder gibt es diese Trenne auch eben nicht?
00:52:20: Wenn ich mich über meinen Beruf so sehr definiere dass sich mir die Bestätigung für mich und meine Persönlichkeit so sehr über den Beruf reinziehen muss, denn keiner innerhalb meiner Familie die Bestädigung gibt.
00:52:34: Weil ich mir selber innerhalb meiner Familien die Bestättigung nicht geben kann, die für mich selbst auch nicht greifbar machen kann – dann muss ich das über diesen Weg reinholen!
00:52:47: Und dann ist es einfach nicht
00:52:49: gesund.".
00:52:51: Genau.
00:52:52: Dann setze ich im Grunde auf das falsche Pferd, ne?
00:52:54: Du hast eine Frage drin in deiner... In dem Fragen-Chart, auf dem Chart zwölf bei dir am Post.
00:53:00: Was wäre wenn Arbeit nicht ständig auf Kosten des eigenen Lebens gehen müsste?
00:53:07: Das finde ich eine ganz schön... Boah!
00:53:09: Deftige Frage,
00:53:10: ne?!
00:53:11: Da ist halt auch viel drin,
00:53:12: ne!?
00:53:15: Ja.
00:53:16: Tatsächlich, sich zu aufopfern mit dem eigenen Leben und der eigenen Lebenszeit – da gibt es auch in meinen Seminaren häufig feuchte Augen.
00:53:25: Hey was du hier gibst ist jedes Mal deine Lebenszeit für wildfremde Menschen wo der Energieausgleich häufig gar nicht in der Form kommt!
00:53:35: Also, ich sag mal so für Zehntausend Euro meine Lebenszeit her schenken.
00:53:40: Mal drei Jahre lang ist vielleicht in Ordnung also pro Monat Zehnteusend Euro.
00:53:44: Aber wenn ich das dafür tue dass sich noch nicht mal mein eigenes Leben damit gut finanzieren kann und dann trotzdem alles hergebe was Ich an Lebenszeit habe und Lebenszeit ist nun mal das Was gar nicht erweiterbar ist.
00:53:56: also das lässt sich nicht auffüllen auch nicht wieder herholen oder so.
00:54:00: Dann ist es schon Eigentlich auch ein schmerzhafter Moment, dass man vielleicht auch... Das kommt mir gerade in meinem Sprechdenken noch ein neuer Gedanke auf.
00:54:08: Gerade auch wenn Friseure dann so in die Rente übergehen und ihre Rentenbescheide sehen und merken okay ich habe jetzt hier fünf vierz Jahre lang mit den Arsch aufgerissen für wildfremde Leute um jetzt direkt in die Altersarmut rüber zu rutschen weil mein Mann mich mit fünf vzeunerverlassen hat oder so.
00:54:25: keine Ahnung.
00:54:26: also
00:54:27: boah
00:54:27: was für eine Aufopferung für was eigentlich Fragezeichen?
00:54:34: Vielleicht müsste man sich die Frage auch mal trauen, sich zu stellen.
00:54:37: Mal lieber von hinten zu schauen wie will ich denn eigentlich ins Leben ins Altdruck übergehen?
00:54:43: mit welcher ja... Mit welchem?
00:54:45: Was habe ich?
00:54:46: Was habe Ich gelebt?
00:54:47: Fragen haben auf diese Frage den Leser des Posts auch reagiert reflektiert.
00:54:55: Auf die Frage, die du jetzt zuletzt gestellt hast.
00:55:00: tatsächlich glaube ich am wenigsten Weil das ist ja die Schmerzhafteste von allen.
00:55:05: Es ist ja leichter auf das System zu schimpfen, es ist auch leichter... ...auf die Kunden zu schipfen, die oft überhaupt am wenigsten dafür können wenn wir mal ehrlich sind Denn der Kunde den haben wir uns erzogen über viele viele Jahre.
00:55:20: Warum soll der auf einmal wissen wie wir plötzlich über Nacht anders ticken?
00:55:25: Das ist totaler Quatsch.
00:55:27: Und diese Frage sich selber zu stellen die tut Verdammt weh.
00:55:33: Weil das bedeutet, dass ich mich mit meiner Endlichkeit auseinandersetze.
00:55:37: Weil es bedeutet, damit auseinanderzusetzen was mich wirklich ausmacht.
00:55:42: Was sind meine Werte?
00:55:43: Wie will ich leben?
00:55:45: wie will ich diese verdammte Chance die ich habe hier als Zellhaufen ja der ich bin in diesem Moment?
00:55:52: wie soll ich das nutzen?
00:55:55: Das macht keiner Die wenigsten.
00:55:59: Ich kenne so wenige die das tun.
00:56:02: Und dieses, ich sag jetzt mal ganz plump.
00:56:05: Dieses Gesai war immer wenn Menschen zu Beerdigungen gehen.
00:56:11: Es ist immer dasselbe.
00:56:12: danach kommt immer der Satz da merkt man erst Mal wieder wie schnell es geht Man müsste viel mehr.
00:56:21: und am nächsten Tag Schatz was kochen wir denn heute?
00:56:27: Was kochen ma tat ocht oder wat mache ma Fuck?
00:56:33: Ja, das meinte ich vor uns.
00:56:34: Was braucht es manchmal für einen wirklich harten Auslöser?
00:56:37: Um mal auf die nächste oder um an das Gleis zu wechseln und eben nicht weiter an sich selber Raubbau zu betreiben?
00:56:44: aber auch da wer hat gelernt also wer hat gelernet sich selber da auch entsprechend ernst zu nehmen?
00:56:51: Und jetzt bringe ich auch wieder diesen Gegenpol mit Absicht auch rein sich selber ernst nehmen und trotzdem von dem was man da tut zu leben, weil diese reine ich achte nur noch auf mich selber und so.
00:57:06: Da kriegst du ja dein Leben auch nicht wirklich finanziert.
00:57:08: also das Leben besteht aus Bedingungen und Bedürfnissen und es gilt halt ständig auszutarieren.
00:57:16: aber ein... Ich mache jeden Tag nur das was ich will und nehme trotzdem noch sechstausend Euro in jeden Monat um halt davon total frei und schön zu leben, das ist ja auch ein Bild viel blödsinn dabei.
00:57:28: Also so funktioniert es ja Leben nicht.
00:57:30: irgendwie muss man ja etwas einbringen und sich ein Stück weit investieren.
00:57:34: aber eben wenn man sich schon investiert dann wirklich eine Investition draus zu machen und sich nicht rein konsumieren sondern ich investiere meine Lebenszeit und bekomme dafür etwas zurück was eben auch wertvoll ist oder mich ein stück weiter bringt im Leben oder mir Freiraum gibt von mir aus finanziell oder auch zeitlich oder wie auch immer, damit ich mich eben um den anderen Aspekte meines Menschseins noch kümmern kann.
00:58:01: Also ich merke das war schon ein tiefgreifender Post, den du da gemacht hast.
00:58:05: Darum gab es auch so viele Reaktionen darauf.
00:58:09: Ich würde dich noch fragen... Du hast ja dreimal schon erzählt, du machst auch Coachings?
00:58:14: Wie läuft denn sowas ab?
00:58:16: also was machen denn da die Coaches, die zu dir kommen und sagen hey Daniela ich bin irgendwie leer.
00:58:23: Geht es um solche Themen oder warum sprechen sie dich an?
00:58:26: Eigentlich alles.
00:58:27: also es geht so durch die gesamte Brandbreite.
00:58:30: Also angefangen von der Friseur Angestellten, die jetzt in einem Salon arbeitet, die merkt sie kommt vielleicht mit bestimmten Strukturen nicht klar, die vielleicht merkt Sie hat irgendwie persönliche Probleme, die sie auch auf der Arbeit belasten wo sie aber vielleicht aber auch merkte Ich habe nur Probleme mit meinen Kollegen oder mit meiner Arbeit.
00:58:51: Also da ist alles möglich, da gibt es eine Menge weswegen ich dann Zulauf habe aber darüber hinaus natürlich auch Friseur-Unternehmer die sagen hey wir merken irgendwie möchten wir gerne Dinge verändern
00:59:08: aber
00:59:08: bekommt irgendwie nicht von der Stelle und das sind dann meistens so normales, ich sage jetzt mal Unternehmenscoaching kann es anders arbeiten würde als ich das tue.
00:59:23: Also ich arbeite halt wirklich genauso tief in der Ebene wie dieser Post einfach auch ist.
00:59:31: ja, wie wir jetzt auch bestimmte Dinge angerissen haben und ich grabe einfach auch da ne?
00:59:37: Ich stelle einfach andere Fragen.
00:59:40: bei mir geht's nicht um nackte Zahlen.
00:59:43: Und wie kann ich jetzt schaffen, irgendwie mehr Umsatz zu generieren?
00:59:47: Welche Dienstleistung kann ich noch dazu nehmen.
00:59:49: Sondern es bringt nichts zu sagen, lernen mal mehr Grenzen zu setzen wenn innerlich trotzdem alles behebt und sich zuzieht.
00:59:58: Da muss erst mal gucken warum zieht's dich denn da zu?
01:00:01: Wo setzt man dann an?
01:00:03: Wo ist die Ursache?
01:00:04: Lass uns da mal ran gehen, lass uns das mal gucken.
01:00:07: Wenn wir die aufgelöst haben oder anders integriert haben Dann kann man noch eine Grenze gesünder ziehen und dann kann man von da aus auch anfangen, anders zu arbeiten.
01:00:17: Und das ist so der Weg.
01:00:20: Da fällt mir noch ein Satz ein, er kommt auch aus dem New Work-Bereich.
01:00:24: Da hieß es oder heißt es immer neue Arbeit braucht innere Arbeit.
01:00:29: Also aus diesen alten Mustern rauskommen geht im Grunde in seinem eigenen Innen, indem man sich... Da schließt sich der Kreis, sich traut die richtigen Fragen zu stellen und zwar die Frage auch wirklich mit offener Antwort zu stellen.
01:00:45: Also du musst ja keine Frage stellen wo du nur eine Antwort zulässt sondern eine Frage stellen wurde auch wirklich mehrere Antworten zulässt und manche Antwort dich vielleicht dann eben auch zu einem Handeln zwingen würde.
01:00:57: Und wenn aber vor dieser Antwort einfach Angst hast ein bisschen wie bei so einer Paarbeziehung tut es mir noch gut Wenn das er schon so lange dauert, dann weißt du eigentlich nein.
01:01:09: Aber dann eben sagen ja doch es hat ein paar Vorteile und dann bleibst da halt drin hängen und schädigst dich fast schon im vollsten Bewusstsein selbst weil dir dich halt selber angelogen hast.
01:01:23: In diesem Sinne Daniela würde ich sagen Es gibt eine letzte Frage in meinen Podcasts immer und zwar darfst Du Dir für unsere Friseure in der Branche etwas wünschen, was ich als gute Fee dann umsetze.
01:01:39: Also Ich bin die gute Faye!
01:01:40: Du hast einen Wunsch für die Friseur in unserer Branche frei.
01:01:44: Was würdest du dir wünscht?
01:01:47: So darin merkt man dass ich bis heute nicht geschafft habe eine einzige Folge deines Podcasts.
01:01:54: Aber diese
01:01:56: Frage vorbereitet
01:01:58: Nicht schlimm Einwunsch haste frei.
01:02:04: Kannst du die kurz noch mal wiederholen, die Frage?
01:02:06: Also Du hast einen Wunsch für die Friseurbranche frei.
01:02:10: Welcher Wunsch wäre das?
01:02:12: Welchen Wunsche darf ich als gute Fee ausführen für Dich?
01:02:22: Das ist so schwierig weil es mir so schwer fällt nur in der Friseurebranche zu bleiben obwohl ich ja mittendrin sitze.
01:02:34: aber Ich glaube wenn ich mehr wünschen dürfte dann würde ich mir wünscht das Friseura zukünftig diesen Beruf so lernen, dass sie ihn wirklich stabil, resilient und gesund ein ganzes Leben lang ausführen können ohne sich selber dabei zu vergessen.
01:03:02: Das werde ich sehr gerne ausfühlen als gute Fee in diesem Wunsch.
01:03:06: Ich füge noch an... also ich habe ja den Friseurberuf am Stuhl irgendwann auch verlassen weil es eben einige Freude hemmende Zwänge gab, die mir das Leben, was ich leben wollte einfach nicht ermöglicht haben.
01:03:21: Und wenn ich heute Friseur lernen würde oder Berufsschullehrer wäre... Ich würde natürlich den Friseuren auch etwas ganz anderes schon von Anfang an mitgeben.
01:03:31: und in Stück weit liegt auch meine große Hoffnung auf dieser neuen Generation Friseure die diesen Beruf lernen, obwohl sie die ganzen Challenge da kennen.
01:03:42: Die aber bewusst sagen ich lerne das und ich werde es anders aufziehen.
01:03:46: Und da wünsche ich mir jetzt, darauf darf ich mir als gute Firma was wünschen von allen, die diesem Podcast hören und die mit der jungen Generation zu tun haben, die in die Branche reinkommen und sagen Ey!
01:03:58: Ich würde das gerne anders machen.
01:04:01: Dann liebe älteren Kollegen lasst die Jugend wirken Lasst sie sein, also lasst sie in Ruhe und kräte nicht mit irgendwas dazwischen bloß damit alles so bleibt wie es ist.
01:04:13: Und ihr euren eigenen Lebensweg nicht so infrage stellen müsst.
01:04:16: Ich glaube vieles wird auch totgequatscht oder wieder in Rei und Glied zurück gequatschen weil natürlich dieses neue ja das eigene ganz schön vor Augen führen kann.
01:04:28: Daniela, vielen herzlichen Dank für deine tiefgreifenden Gedanken hier in dieser Episode.
01:04:34: Danke für deinen Beitrag den du in der Frisurbranche leistest und wir werden diesen Podcast hier nochmal verlinken.
01:04:41: also dann werdet ihr liebe Hörer-Hörerinnen in den Schonots unten auch Daniela ihre Website finden und vor allem dem Postfinden, der absolut lesenswert ist.
01:04:51: So und in diesem Sinne merci Merci.
01:04:53: ich drücke jetzt den Aufnahme Stopp Button und wir zwei lassen noch ein bisschen ausklingen.
01:04:58: Danke,
01:04:58: dass du da bist.